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Das Alter des Schamanismus - Teil 2 von 5
von Dr. Friedrich Demolsky

Hinweise aus der stammesgeschichtlichen Entwicklung

Im Jahre 2000 fanden Wissenschaftler in der Region von Boringo in Kenia Teile des Skelettes eines etwa 6.000.000 Jahre alten Urahnen des Menschen. Es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit vermutet, dass die Vertreter dieser menschlichen Vorstufe aufrecht gehen konnten. Der Fund selbst wurde von der Wissenschaft ‚Millennium Mensch’ genannt, da er zur Jahrtausendwende gemacht worden war. Sein Alter lässt darauf schließen, dass bereits vor 250.000 Generationen hominide Vorfahren des heutigen Menschen auf dem Schwarzen Kontinent existiert hatten.

Die stammesgeschichtliche Entwicklung unserer Spezies hat seit dem ‚Millennium Menschen’ weitere 3.000.000 Jahre benötigt, um einen jüngeren Vorläufer des heutigen Menschen hervorzubringen - den sog. Australopithecus afarensis.

Teile des Skelettes jenes Vormenschen wurden im Jahre 1974 ausgegraben. Die Wissenschaft gab diesem Fund den Namen ‚Lucy’. Vergleicht man das Hirnvolumen dieser ältesten Urmutter der Menschheit von bloß 400ccm mit dem des heutigen Menschen von etwa 1400 ccm, dann erweist sich ersteres als noch relativ klein. Vor kurzem hat man in Ostafrika ein fossiles Kinderskelett ausgegraben. Dieses ist ebenfalls annähernd drei Millionen Jahre alt. Man hat diesem Fund deshalb den Namen ‚Lucys Kind’ gegeben. Dieses Skelett weist zwar noch einen affenähnlichen Oberkörper auf, doch besitzt es bereits Beine wie ein Mensch. Jene relativ kleinwüchsige Vorstufe des Menschen lebte vor mehr als drei Millionen Jahren und wurde vor etwa 2,8 Millionen Jahren vom Australopithecus africanus abgelöst.

Beginnend mit den genannten Vorstufen, vollzog sich die Entwicklung des Menschen innerhalb der letzten 3.000.000 Jahre wie folgt:

Auf den Australopithecus afarensis [vor mehr als 3 Mio. Jahren bis 2,8 Mio. Jahren vor unserer Zeit] folgte der Australopithecus africanus [von 2,9 Mio. bis 2,2 Mio. Jahren vuZ]. Der obere Schädel dieses Typus wurde im Jahre 1947 in Sterkfontein, Südafrika aufgefunden. Es wird angenommen, dass der Australopithecus africanus ein Bindeglied zum sog. Homo rudolfensis [von 2,5 Mio. bis 1,8 Mio. Jahren vuZ] darstellt. Der Schädel des Letzteren wurde 1972 in Koobi, Kenia gefunden. Dieser Fund brachte die Erkenntnis, dass der Homo rudolfensis nicht nur ein auffallend größeres Gehirn (700ccm) als seine Vorgänger besaß, sondern es wurde auch vermutet, dass diese Art bereits primitive Werkzeuge verwendete.

Als unser nächster Vorfahre in der stammesgeschichtlichen Entwicklung wird der Homo habilis [von 2,1 Mio. bis 1,6 Mio. Jahre vuZ] betrachtet. Teile von Skeletten dieses Vorläufers des modernen Menschen wurden in der Olduvai-Schlucht, Tansanien ausgegraben. Auch er kannte den Gebrauch primitiver Werkzeuge.

Das zeitliche Auftreten des Homo rudolfensis und des Homo habilis hat sich überschnitten. Aus diesem Grunde kommen beide als mögliche Vorläufer für den nächsten Urahnen des modernen Menschen in Frage: dem sog. Homo ergaster [von 1,7 Mio. bis 1,1 Mio. Jahren vuZ].

Dieser Vorahne lebte bereits in sozialen Gruppen und verfügte über bessere handwerkliche Fähigkeiten als seine Vorgänger. Das Skelett des Homo ergaster wurde in der Höhle von Swartkranz gefunden und deshalb wissen wir, dass diese Art des Vormenschen bereits in Höhlen gelebt hatte. Auch die Form des Skelettes des Homo ergaster ist jener des heutigen Menschen viel ähnlicher. Für die Anthropologen gilt er als Erfinder des Faustkeils. Der Homo ergaster konnte bereits mit dem Feuer umgehen und verwendete dieses zum Grillen der erlegten Beute.

Bereits im Jahre 1891 wurde auf der indonesischen Insel Java der sog. ‚Java Mensch’ gefunden und im Jahre 1927 nahe der Hauptstadt Chinas, der sog. ‚Peking Mensch’.

Diese beiden Funde zählen bereits zur nächsten Art in der stammesgeschichtlichen Entwicklung des modernen Menschen, zum sog. Homo erectus [vor etwa 1 Mio. bis 30.000 Jahre vuZ].

Dieser besaß nicht nur die Fähigkeiten seines Vorläufers (Homo ergaster), sondern er war es auch, der Afrika erforschte und danach erstmals den Schwarzen Kontinent verließ, um auf einer sehr lange dauernden Reise Asien zu erkunden.

Rekonstruktion
Homo erectus

Darauf werde ich in einer eigenen Serie über meine persönliche Theorie betreffend die weltweite Ausbreitung des Schamanismus zurück kommen.

Exkurs: Im Jahre 1981 wurde die sog ,Venus von Berekhat Ram’ bei Ausgrabungen auf den Golanhöhen entdeckt. Das Alter dieser kleinen Skulptur wurde auf eine Zeit zwischen 800.000 und 220.000 vor Chr. datiert. Dieser Fund nimmt eine Schlüsselstellung bei der Konkretisierung des Alters des Schamanismus ein, mit der wir uns im Teil 3 und 4 dieser Serie befassen. Wir sollten daher schon jetzt in Erinnerung behalten, dass NICHT der HOMO SAPIENS der Schöpfer dieser Figurine gewesen ist, sondern der HOMO ERECTUS.

Ein Gleiches gilt für die sog. ‚Venus von Tan-Tan’, eine kleine figurine Statue, die 1999 in Marokko entdeckt wurde. Da deren Alter zwischen 500.000 bis 300.000 vuZ datiert wurde, kommt als Hersteller ebenfalls nur der HOMO ERECTUS in Betracht.

Sowohl in Ostafrika, als auch in Südafrika wurde eine weitere Art unserer Vorläufer gefunden, der sog. Homo antecessor [von 900.000 bis 800.000 Jahren vuZ].

Dieser Vorfahre hatte bereits den Kontinent Europa als Jäger und Sammler für sich entdeckt. Sein Nachfolger in unserer prähistorischen Ahnenreihe ist der Homo heidelbergensis [von 700.000 bis 50.000 Jahren vuZ], dessen Unterkiefer im Jahre 1907 in einem Dorf bei Heidelberg, Deutschland entdeckt wurde.

Weitere Funde des Homo Heidelbergensis wurden 1995 auf der Iberischen Halbinsel gemacht. Man fand Skelettteile von vier Menschen dieses Typus in Gran Dolina, Spanien, welche heute als Vorstufen zu den Linien des Homo neandertaliensis [von 180.000 bis 30.000 Jahren vuZ] sowie des HOMO SAPIENS [von etwa 160 Jahren bis heute] darstellen.

Vom Neandertaler ist bekannt, dass er ein ausgezeichneter Jäger war. Er ernährte sich vorwiegend von Fleisch und kannte nachweislich Begräbnisrituale.

Manche Anthropologen vertreten die Auffassung, dass der Neandertaler über eine komplexe Sprache verfügt haben muss, da diese für eine hoch entwickelte Jagdstrategie eine notwendige Voraussetzung bildet. Der Neandertaler lebte in Europa zeitgleich mit dem modernen Menschen, dem HOMO SAPIENS. Hinweise darauf, dass sich beide Arten jemals vermischt hätten, wurden selbst durch die moderne Genanalyse (Analyse der Mitochondriengene) nicht gefunden.

Exkurs: Im Jahr 2002 wurde die sog. ‚Maske von La Roche-Cotard’ in Frankreich gefunden. Dabei handelt es sich um ein künstlich hergestelltes, menschliches oder tierisches Antlitz. Dieser Fund wird auf mindestens 33.000 Jahre vor unserer Zeit (oder älter) datiert. Als Hersteller gilt der Neandertaler. Da dieser Fund ebenfalls für die Konkretisierung des Alters des Schamanismus von Bedeutung ist, wollen wir bereits jetzt darauf aufmerksam machen. Mehr darüber im nächsten Abschnitt.

Vor etwa 30.000 Jahren starb der Neandertaler aus unbekannten Gründen aus. Übrig blieb bis zum heutigen Tage der HOMO SAPIENS, dessen Art alle heute lebenden Menschen zugeordnet werden.

Im Jahre 1969 wurden in einer Höhle in Israel mehrere Skelette des HOMO SAPIENS gefunden. Diese sind der bislang älteste Fund dieser Art und damit der älteste Nachweis für die Entstehung des modernen Menschen. Aufgrund dieses Fundes hat man den zeitlichen Ursprung des heutigen Menschen mit ungefähr 100.000 Jahre vor unserer Zeit festgelegt.

Exkurs: Bestimmte Entdeckungen in der Blombos Höhle in Südafrika spielen für die Konkretisierung des Alters des Schamanismus ebenfalls eine wichtige Rolle. Die darin gefundenen dekorierten Steine sind etwa 70.000 Jahre alt. Als Hersteller gilt der HOMO SAPIENS. Wir kommen im nächsten Abschnitt auch darauf zurück.

 

Das Alter des Schamanismus - Teil 3 >>>

 

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