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Die Renaissance des Archaischen - Teil 5 von 9
von Dr. Friedrich Demolsky

Die weitere Entwicklung von 1947 bis 1952

Ab hier betrachten wir die weitere Entwicklung, die zur Wiedergeburt des Archaischen und des Schamanismus im Westen führte, im Zeitraffer.

Im Jahr 1947 erscheint das Werk 'Die Funktion des Orgasmus’ von Wilhelm Reich. Diese Arbeit ist eine einmalige Betrachtung relevanter Forschungen und Theorien, die ab dem Auftreten der ersten Proponenten der entheogenen Revolution unternommen bzw. aufgestellt wurden. Obwohl Reich in keinster Weise in die entheogenen Bewegung involviert war, nahm er eine Schlüsselstellung im Rahmen der sog. ‘Encounter Gruppen’ während der Sechzigerjahre ein, welche mit der Wiedergeburt des Archaischen in einem gewissen Zusammenhang stehen.  Reichs Werk ‘Die Funktion des Orgasmus’  ist eines der bedeutendsten Bücher des vorigen Jahrhunderts.

Wilhelm Reich

Diese Arbeit sollte aber auch vor dem Hintergrund der bereits geschilderten Ereignisse im Jahre 1947 betrachtet und gewürdigt werden.

Das Auftauchen der UFOs in jenem Jahr dürfte auch Reichs Aufmerksamkeit angezogen haben, da er sich in der letzten Dekade seines Lebens der Erforschung des Phänomens am Orgone Institute in Rangeley, Main widmete. Reich schrieb sein letztes Buch über das UFO-Phänomen, welches er als ein bösartiges Symptom der Degeneration des kosmischen Orgons – der kosmischen Lebenskraft – betrachtete. Reich warnte sogar vor dem Risiko einer lebensbedrohenden Orgonstrahlung. Wie bereits erwähnt, diskutierte Reich seine Orgontheorie kurz vor seiner Inhaftierung mit Albert Einstein.

In den Jahren 1948/49 schrieb George Orwell (1903-1950) seinen bekannten futuristischen Roman 1984. Ich nehme an, dass jeder Leser dieses berühmte Werk kennt und weiß, dass es darin um einen totalitären Staat geht, in dem “Big Brother not only is watching YOU”.

Orwells Albtraum ist heute in vieler Hinsicht zur Realität geworden. England, die Heimat des Schriftstellers, steht mit der Anzahl an Überwachungskameras an absoluter Weltspitze und überwacht seine Bürger 24 Stunden täglich. In diesem Land kann man heute - wie etwa in Singapur - einen Zigarettenstummel auf die Straße werfen und dann von einer Stimme in einem nahen Lautsprecher dazu aufgefordert werden, den Abfall aufzuheben und zu entsorgen.

George Orwell

Auch die in Orwells Werk beschriebene Technik des 'Sprechens mit gespaltener Zunge' ist heute in gewissen Medien und bei vielen Politikern sehr beliebt.

Untersucht man den ‘Krieg gegen den Terror’, den der amerikanische Präsident G.W. Bush im Verein mit der 'Koalition der Willigen' nach dem Anschlag auf das WTC angezettelt hat, speziell im Hinblick auf die og. Technik, die Orwell in seinem Roman bereits Ende der Vierzigerjahre beschrieben hatte, dann erweist sich heute jene mutwillige militärische Auseinandersetzung für den kritischen Geist als ein 'Krieg des Terrors' gegen all jene, die seinerzeit vor Terroristen beschützt werden sollten…

Vom Stalinismus in Russland beeinflusst, beschreibt Orwell in '1984' eine Gesellschaft, deren Bürger durch permanente Überwachung und Einschüchterung versklavt und zu einem monotonen Leben gezwungen werden. Wenn man Orwells Vision mit jener von Huxley vergleicht, dann erweist sich in Bezug auf die letztere, dass die Menschen heute genau das verlangen und dankend annehmen, was sie zum Sklaven macht.

In der 'Schönen neuen Welt' wird Soma durch den Staat verteilt, aber die Menschen verlangen schon bald nach dieser Glücksdroge. Und dieses Verlangen vereinfacht wiederum ihre totale Unterwerfung unter das bestehende System, obwohl es die Menschen kontrolliert und unterdrückt. Nichts hat in dem von Huxley beschriebenen politischen Regime mehr Bedeutung für das Individuum, als sich wohl zu fühlen. Die mächtigere Form der Kontrolle wurde daher von Huxley geschaut und beschrieben, zumal diese nicht durch Zwang aufoktroyiert werden muss, sondern bereitwillig von den Menschen angenommen wird. In religiöser Hinsicht stehen heute in erster Linie fundamentalistische Gruppierungen des Islams für jene Form der freiwilligen Einwilligung in die sklavenhafte Unterwerfung und Kontrolle durch geistlichen Führer. Diese Aussage trifft zumindest auf den Islam weit mehr zu als auf das Juden- und Christentum. Wir brauchen nur unsere heutige Welt betrachten, um zu erkennen, dass Huxleys Vision unsere gegenwärtige Realität zutreffender beschreibt als Orwells düstere Schau.

Im Jahre 1950 genehmigte der damalige Direktor des CIA, Roscoe Hillenkoetter, das Projekt BLUEBIRD mit dem Ziel, den sog. "Manchurian Canditat" zu schaffen. Im Zuge dieses Projektes sollte an menschlichen Probanden, ohne deren Wissen experimentiert werden, um gespaltene Persönlichkeiten zu entwickeln, die auf Befehl Einsätze aller Art ausführen. Dieses Projekt wurde im Juni 1953 durch die MK-Ultra abgelöst, dem bekanntesten Mind Control Programm des CIA. Jenes geheime Programm wurde schließlich im Jahre 1975 der Öffentlichkeit enthüllt, obwohl der damalige CIA-Direktor, Richard Helms, zwei Jahre zuvor angeordnet hatte, dass die meisten kompromittierenden Dokumente vernichtet werden.

Roscoe Hillenkoetter

Akten betreffend MK-ULTRA, welche im Zuge des Freedom of Information Act heraus gegeben werden mussten, zeigen eindeutig, dass die CIA die Forschungsprojekte der ersten Protagonisten der entheogenen Revolution von Anfang an infiltriert hatte. Beleg 57 und 58 in der Liste der Verträge von MK-ULTRA weisen eine Summe von $2080 aus, welche durch die Geschickter Stiftung, eine vom CIA kontrollierte Tarnorganisation, an R. Gordon Wasson mit dem Verwendungszweck ‘Expedition zur Beschaffung halluzinogener Pilze’ ausbezahlt wurde. James Moore, welcher vom CIA dazu bestimmt wurde, Wasson auf seiner Reise nach Mexiko zu begleiten, erhielt dafür zwei Zahlungen (Beleg 52 und 53) von insgesamt $95,702. 

Im Jahre 1951 erscheint der Science Fiction Film 'The Day the Earth Stood Still' (Der Tag, an dem die Erde stillstand) in den Kinos; er handelt von der Invasion unseres Planeten durch gutmütige Außerirdische.

Im selben Jahr (1951) kam Mircea Eliades Klassiker ‘Schamanismus und Archaische Ekstasetechniken’ in französischer Sprache heraus (in englischer Sprache erschien das Werk erst 1964). Eliade, ein in Rumänien geborener Mythologe und Religionshistoriker, lehrte in späteren Jahren an der Universität in Chicago. Er beschrieb unterschiedliche Arten des Schamanismus, welche insbesondere auf seinen ethnologischen Untersuchungen in Eurasien gründeten. Obwohl seine Profile von Vertretern unterschiedlicher schamanischer Kulturen eingeschränkt und widersprüchlich waren, hievte sein Werk den Schamanismus auf die intellektuelle Ebene.

Mircea Eliade

Der Schamanismus wurde aber von nun an nicht mehr ausschließlich von Wissenschaftlern, Privatgelehrten und Künstlern als Forschungsgegenstand betrachtet, sondern zunehmend auch von immer mehr Laien.

Eliades Beschreibungen von Schamanen betonen die außerkörperliche Erfahrung, in welcher der Schamane in eine Art Starre fällt. Eliade nahm an, dass gewisse Drogen ausschließlich dazu benutzt wurden, um jene Starrheit herbei zu führen und nicht dazu, um den Schamanen in seinen visionären Zustand zu führen. Obwohl er Stechapfel, Lorbeer und Haschisch ausdrücklich erwähnte, hatte Eliade keinerlei Eigenerfahrung mit den Pflanzen der Götter. Vielmehr versicherte er in seinem Werk Schamanismus und Archaische Ekstasetechniken, dass ‘Drogen Repräsentanten einer bereits eingetretenen Dekadenz’ seien und dass ‘bei den ursprünglichen Methoden zur Herbeiführung der Ekstase keine Drogen verwendet’ worden wären, ‘um den Trancezustand des Schamanen zu induzieren’. Weiters schrieb Eliade, dass der ‘Gebrauch von Drogen [Anm. im Schamanismus] entweder auf die Dekadenz der angewandten Ekstase-Technik’  hinweise, oder auf eine ‘Anwendung jener Techniken durch Menschen niederer Herkunft oder unterer sozialer Gruppen’.

Gegen Ende seines Lebens (Eliade starb 1986, im selben Jahr wie R. Gordon Wasson) nahm er seine ursprünglichen Aussagen zurück. Möglicherweise tat er dies im Hinblick auf die Erkenntnisse und Einsichten, die während der psychedelischen Ära durchgesickert waren. Aber gewiss nahm Eliade seine ursprünglichen Aussagen in Kenntnis der ungeheuren Menge an neuen Beweisen zurück, welche die entheogene Natur des weltweit anzutreffenden Phänomens ‘Schamanismus’ untermauern. 

Im September 1952 erhielt Gordon Wasson per Post einen Hinweis von Robert Graves, dass in Mexiko ein Mushroom Kult (Magic Mushroom, psylocibynhaltiger Pilz) überlebt hätte.

Cover Life Magazin
Mai 1957

Ein Jahr später unternahm Wasson gemeinsam mit seiner Frau und Tochter sowie in Begleitung anderer Kollegen seine erste von insgesamt zehn Reisen in die Berge von Zentral-Mexiko.

Wasson nahm anlässlich dieser Reise zum ersten Mal gemeinsam mit seiner siebzehnjährigen Tochter selbst einen Pilz ein. Im April 1954 traf Wasson den Fotografen Allan Richardson im Century Club in New York City, und im Mai jenes Jahres gingen beide neuerlich nach Mexiko. Richardson machte dort die Fotos für einen einschlägigen Artikel im Life Magazin, der im Mai 1957 erschien (siehe oben).

Am 20.11.1952 behauptete George Adamski, mit UFOs in Kontakt zu stehen und eine blonde Frau vom Planeten Venus mit dem Namen Orthon getroffen zu haben.

Adamskis Buch ‘Flying Saucers Have Landed’ (‘Fliegende Untertassen sind gelandet’) hat in der Folge einen regelrechten Wahn bezüglich zahlloser Behauptungen von stattgehabten UFO-Kontakten ausgelöst. Das von Adamski dargebotene Szenario überschwemmte die Welt etwa ein Jahr nach der Uraufführung des Filmes ‘Der Tag, an dem die Erde stillstand’.

George Adamski

Die Frage drängt sich hier auf, ob die psychonautische Forschungsarbeit, die durch entheogene Substanzen induzierte Vision und die klassische schamanische Reise dazu beitragen können, das Phänomen der UFOs, ETs und aller anderen möglichen und unmöglichen Außerirdischen endgültig zu klären?
 

 

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